Welche Aufgaben gehören zum Beruf eines Sales Managers?
Das Schöne am Berufsalltag in einem Beratungsunternehmen, speziell als Sales Manager, ist, dass man nicht wirklich einen repetitiven Alltag hat. Meine Arbeitstage sind dynamisch: Ich habe immer mit anderen Herausforderungen, mit anderen Kunden und anderen Anliegen zu tun.
Ich begleite potenzielle und aktuelle Kunden in unterschiedlichen Projektphasen. Meine Arbeit beginnt mit einfachen Anfragen, wenn sich Unternehmen für unsere Angebote interessieren. Obwohl unser Produkt technisch ist, befinden wir uns durch den Beratungsfokus in einem People-Business. Darum muss ich zuerst verstehen, was das Problem oder der Wunsch des Kunden ist, um überlegen zu können, wie wir ihn am besten ans Ziel bringen. Wir verkaufen ja keine standardisierte Software, sondern analysieren Prozesse und Problemstellungen unserer Kunden und schaffen eine individuell an ihn angepasste Lösung. Dafür recherchiere ich intern bei uns, ob wir die richtigen Ressourcen und Kapazitäten haben, um das Projekt anzunehmen.
„Gemeinsam mit dem Fachbereich entwerfe ich dann eine Möglichkeit und überlege im nächsten Schritt, welches Preisschild diese verdient.“
Das ist der Punkt, an dem der eigentliche Vertrieb dann beginnt: Entweder der Kunde nimmt den Vorschlag an oder möchte uns noch etwas herunterhandeln. Ich brauche somit ausreichende Argumente, um den Preis zu begründen oder muss tüfteln, wie man die Lösung anders aufstellen kann, um dem Budget des Kunden besser entsprechen zu können. Auf welche Add-Ons können wir vorerst verzichten? Was lässt sich auch gut in einem nächsten Schritt implementieren? Welchen Mehrwert der von uns vorgeschlagenen Lösung hat der Kunde noch nicht erkannt, der aber die Höhe der Entwicklungskosten rechtfertigt?
Welche Eigenschaften sind für deinen Beruf am wichtigsten?
In meinem Job ist es essenziell, viele unterschiedliche Bälle gleichzeitig jonglieren zu können. Im Vertrieb bin ich nicht nur auf ein spezielles Projekt fokussiert, sondern befinde mich mit verschiedenen Kunden in verschiedenen Stadien des Kontaktes: Ich bilde die Schnittstelle zwischen dem Fachbereich und dem Kunden, was mich somit zu einer Art stetigem Begleiter macht. Egal, ob es gut oder schlecht läuft – ich bin immer mittendrin und sorge dafür, dass der Kunde am Ende zufrieden ist. Deswegen muss ich mich und meine Zeit gut managen, da ich mit vielen Themen und Projekten gleichzeitig zu tun habe. Metaphorisch gesprochen sind es wieder die vielen Bälle, die ich in der Luft halten muss – fällt einer, steht das im übertragenen Sinne für ein verlorenes Projekt und das möchte ich natürlich vermeiden.
Besonders wichtig sind auch Empathie und Kommunikationsfähigkeit sowie Offenheit und eine gewisse Extravertiertheit, da man viel mit Menschen zu tun hat. Neben der Überzeugungsarbeit, die man im Vertrieb leistet, muss man aber auch Gedanken und eventuelle Ängste nachvollziehen können.
Eine Mischung aus agilem Mindset und technischem Verständnis hilft mir außerdem auch weiter, genauso wie die Flexibilität auch mal zu reisen und Kundentermine vor Ort wahrzunehmen. Man muss sich schnell auf neue Kundensituationen einlassen können, denn hier sind unterschiedliche Technologien und Herangehensweisen gefragt. Da wir als affinis Gruppe verschiedene Lösungsansätze anbieten, bringt es nichts, wenn ich nur über Know-how in einem bestimmten Feld verfüge – ich verkaufe im Prinzip das gesamte Portfolio unserer Unternehmensgruppe und passe mich den Kundenvorstellungen dabei an.
Welcher Typ bist du?
Kaffee
vs Tee
Büro vs HomeofficeEssen gehen
vs Essen mitbringen
Auto vs Rad
Mail vs
VideocallArbeiten: Mit Musik vs ohne Musik
Wie vereint sich dein Job bei affinis mit deinem Alltag?
Kurz zusammengefasst: sehr gut [lacht]! Ich verbringe meinen Arbeitsalltag meistens vor dem Laptop und habe das Privileg, viel remote arbeiten zu können, da ich nicht in Bremen wohne. Trotzdem bin ich lieber im Office, da ich den persönlichen Austausch mit Kolleg:innen schöner finde. Vertrieb passiert nicht nur zwischen dem Kunden und mir – auch intern verbreite ich Projektideen und spreche mit Leuten, die im besten Fall genauso von dem Vorschlag überzeugt sind wie ich.
„Genauso ist es auch bei Kunden-Workshops vor Ort. Dort findet meiner Meinung nach immer noch die effizienteste zwischenmenschliche Interaktion statt.“
Es fließen mehr Informationen als in Remote-Workshops, da man auch gemeinsam Kaffee trinkt oder Mittag essen geht. Diese Gespräche sind gute Touchpoints für mich, an denen ich die Menschen, mit und für die ich arbeite, besser verstehen lernen kann.
Mein Job lässt sich zudem gut mit meinem Privatleben vereinbaren, da wir flexible Arbeitszeiten haben. Natürlich gibt es Regeltermine, aber ich habe trotzdem viel Freiheit, zu entscheiden, wann mein Tag entsprechend startet und endet.
Was ist dein tollstes Erlebnis in Verbindung mit deiner Arbeit?
Aktuell sind wir dabei, unser Leistungsangebot hinsichtlich Private LLMs für Unternehmen auszuweiten. Letztes Jahr kam ich auf die Idee, dass wir Evaluierungsworkshops für unsere mittelständischen Kunden entwerfen könnten, mit denen sie selbst bestimmen, wie und an welcher Stelle sie am besten mit KI arbeiten sollten.
Durch die dazu verfassten Blogartikel, beispielsweise über das Pricing eines Private GPTs, kamen zeitgleich Anfragen von Unternehmen an uns, die an eben so einer Lösung interessiert sind. Inzwischen sind wir mitten in unserem ersten Projektabschluss zu diesem Thema, was mich sehr glücklich macht!
"Ein solches Konzept vom ersten Tag an bis zum Projektabschluss begleiten zu können, fühlt sich toll an, weil wir nicht nur die Bedürfnisse des Markts richtig erkannt, sondern auch eine neue Dienstleistung für uns erschaffen haben. Zudem macht es Spaß, dass insgesamt vier Fachbereiche an diesem Projekt mitwirken."
Wohin würdest du dich beamen, wenn du könntest?
Auf eine ganz friedliche Insel, wo alle Probleme, die wir aktuell auf der Welt haben, für einen Moment vergessen werden können! Ein Ort wäre schön, an dem keine Menschen oder Tiere unterdrückt und ausgebeutet werden oder Krieg herrscht, sondern an dem man zu dem zurückkehren kann, was uns die Natur gegeben hat. Ich würde dort nicht einmal mehr nach der Vorstellung einer „einsamen Insel“ alleine sein wollen, denn das würde auch keinen Spaß machen. Aber wenn ich mich auf eine solche Insel teleportieren könnte, wäre das zur Abwechslung und zum Ausruhen wirklich toll!








