Hallo Markus, was hat sich seit unserem letzten Interview an deiner Rolle verändert?
Als ich mein letztes Interview für den MannschaftsMittwochs gegeben habe, war ich noch Project Manager – ich hatte vor allem mein Projekt im Blick und habe es organisiert sowie geleitet. Über das TalentLab, das affinis-eigene Entwicklungsprogramm, habe ich eine Teamleiter-Rolle übernommen, womit sich insbesondere der Grad der Verantwortung, die ich trage, erhöht. Damit hat sich auch mein Fokus nochmal etwas verschoben, da ich nicht mehr nur rein operativ arbeite, sondern auch disziplinarische Aufgaben erledige. Das TalentLab war hierfür wegweisend, da ich von anderen Führungskräften und unseren Vorständen im Rahmen von unterschiedlichen Modulen lernen konnte und auf eine Führungsposition vorbereitet wurde. Durch organisatorische Umstrukturierungen konnte ich diese Erfahrungen schon bald in die Praxis umwandeln und gestalte die affinis Gruppe jetzt noch aktiver mit – das gefällt mir sehr! Ich bin im regelmäßigen Austausch mit anderen Führungskräften und beschäftige mich mit bereichsübergreifenden Themen. So habe ich die Gelegenheit, auch das Tagesgeschäft anderer Teams aktiver mitzubekommen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Und wie hat sich deine Tätigkeit im Detail weiterentwickelt?
Als Team Lead ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es allen Teammitgliedern gut geht und sie ihre Arbeit erfolgreich erledigen können. Dazu gehört die individuelle Förderung: An welchen Themen haben sie Interesse? Welche Schulungen bieten sich dafür an? Ich kümmere mich auch um die Ressourcenplanung, da ich in meiner Position eine Umsatzverantwortung trage – nicht nur für das Team, sondern auch für den Bereich und das gesamte Unternehmen.
„Team Lead zu sein macht mir großen Spaß, da es meinen Arbeitsalltag vielseitiger macht und ich auf Projektseite bei dem Kunden bereits viel Verantwortung übernommen habe.“
Mittlerweile gehen meine Aufgaben beim Kunden über die klassische Projektleitung hinaus: Ich beschäftige mich immer noch mit der Planung und Durchführung von Digitalisierungsprojekten im Bereich der Java-Entwicklung. Somit digitalisiere und optimiere ich Prozesse bei dem Kunden, was von der Anforderungsanalyse über die Umsetzung bis hin zum Testing reicht. Inzwischen beteilige ich mich auch an Sales-Aktivitäten. Ich platziere beispielsweise neue Ideen beim Kunden, wenn ich unausgeschöpfte, zukunftsweisende Potenziale in seinen Prozessen erkenne. Den Kunden berate ich dann dahingehend und präsentiere ihm die Mehrwerte, die man durch gewisse Innovationen und Technologien generieren kann. Gerade der spannende KI-Schwerpunkt gewinnt bei Kunden immer mehr an Bedeutung. In diesem Fall überlege ich, wie KI-Entwicklungen die Unternehmen entlasten oder ihre Prozesse effizienter gestalten können.
Welcher Typ bist du?
Kaffee
vs Tee
Büro vs HomeofficeEssen gehen
vs Essen mitbringen
Auto vs Rad
Mail vs
direktes GesprächArbeiten: Mit Musik vs ohne Musik
Markus' Karriereweg bei affinis
Team Lead Development& Infrastructure
seit 2025
Senior Consultant
2024
Consultant
2022-2023
Werkstudent
2020-2022
Welchen Mehrwert bietet deine Arbeit unseren Kunden?
Ein bisschen habe ich das schon beantwortet: Ich höre dem Kunden zu, analysiere seine Prozesse und überlege, wie wir diese effizienter und ressourcensparender auslegen können. Im Prinzip ergibt sich der Mehrwert also primär aus der digitalen Lösung, die wir beim Kunden implementieren.
"Mit unseren Lösungen kann das Unternehmen sein Business vorantreiben und gewinnt – zum Beispiel durch KI – Zeit, die an anderer Stelle besser eingesetzt werden kann."
Was meinst du, wie dein Beruf in zehn Jahren aussehen wird?
Ich bin mit Prognosen in diese Richtung immer vorsichtig [lacht]. Das Thema KI wird aber natürlich nach und nach immer weiter in den Vordergrund rücken. Neben der technischen Umsetzung wird der Prozess auch immer mehr mit Change Management zu tun haben. Gerade wenn KI-Lösungen eingeführt werden, müssen alle Mitarbeitenden an Bord sein und von Anfang an abgeholt und geschult werden. Die Vorteile von solchen Entwicklungen müssen klar kommuniziert werden, damit die anfängliche Unsicherheit und eventuelle Angst durch positive Gefühle abgelöst werden. Mit KI lassen sich Prozesse optimieren und Zeit sparen. Aber am Ende des Tages soll und kann sie Mitarbeitende nicht ersetzen.
Welche beruflichen Erfahrungen würdest du jedem ans Herz legen?
Ich habe bei der affinis Gruppe vom Werkstudenten bis zum Team Lead die unterschiedlichsten Karrierestufen durchlaufen. Daher kann ich nur empfehlen, so früh wie möglich Verantwortung für gewisse Themen zu übernehmen, sollte sich die Chance ergeben. Ich durfte das auch sehr schnell und ich kann aus der Retrospektive nur sagen: Es lohnt sich!
Außerdem finde ich es wichtig, sich ein Hobby als Ausgleich zur Arbeit zu suchen. Ob im Sommer mit dem Stand Up Paddle auf der Alster, Joggen oder Ähnliches – den Kopf freizubekommen, an der frischen Luft zu sein und sich abseits von Bildschirmen zu bewegen, hilft nach einem langen Arbeitstag bei der Regeneration.
Was steht ganz oben auf deiner Bucket List?
Ganz viel reisen! Ich möchte zum Beispiel unbedingt noch Neuseeland sehen: Landschaftlich sowie kulturell finde ich das Land interessant. Aber auch ansonsten habe ich noch nicht jedes Land besuchen können, das mich reizt – das möchte ich noch nach und nach ändern.








